Michael Kraft

German
Michael Kraft

Born in 1960 in Wartaweil am Ammersee (i.e. “Wait-a-little” by the lake of Ammer) in Southern Bavaria/Germany.

After school, freelance work in the excavation of ancient Aegina in Greece. Community service in a school for children with multiple disabilities. Studied classical archaeology and classical philology. Trained at the Graf Bothmer School for gymnastics . Self-employed owner of a specialist shop for natural foods and building biology. Consultant and developer for ecological and social projects. Self-employed undertaker, from 2005 on mostly together with Susanne Kraft.

Trainer in Nonviolent communication since 2005.

Sometimes I look for a good word for what I understand by this ‘Nonviolent Communication’ (NVC): It is … Yes, what is it?

An inner, ethical attitude, an effective method, a path to self-knowledge, a form of free, honest, passionate and sincere dialogue, a social revolution, a miracle … At its best, it is a part of life, in all its facets.

It became a part of my life in 2004, and I am still very grateful today for its revealed and hidden treasures, for its breadth in space and time - and its depth, right into the depths of the human heart.

For me, it is also a path that changes, sometimes into a narrow mountain path and then again into a wide road. On the narrow mountain path with its ridges, honest self-empathy is a faithful and reliable companion, and on the wider paths, empathy for fellow travellers and oncoming pilgrims is a valuable bridge for a „conversation in freedom.“

And suddenly ‘NVC’ is a key to the gate that leads to the land beyond “right” and ‘wrong’ behaviour and actions, of which the Persian poet Rumi sang 800 years ago in his love songs. “I will meet you there.”

I am also very grateful to the teachers who have travelled this path with me, Susanne Kraft being the first from the first day we met until today.

Very soon after I had learnt about NVC as an attitude and method with her in 2004, I was invited to take part in the IIT (International Intensive Training) in Budapest. For nine days!

There I had the great fortune to experience Marshall Rosenberg in person. There was a sense of relief, joy and increasing enthusiasm. I did not experience a “lecturing great leader” but a self-confident, vulnerable, quirky, inspired person at eye level, who reached and convinced me personally with his message and his simple words. I attended all the NVC classes he offered:

‚What about NVC? Oh, it’s very, very simple, but it‘s not easy.’

That statement stayed with and within me. Regarding the other IIT-trainers, I particularly remember Towe Widstrand, Eva Rambala and Dunia Hategekimana. ‘NVC’ (if there is existing such a thing …), ‘giving empathy’ and ‘teaching people’ could hardly be more different and at the same time more identical in their inner attitude.

The IIT was followed by two days of intensive individual work with Beate Ronnefeldt. She let me talk and asked me for three hours after about every second sentence: ‘And if that’s how you see/feel/think - how does that make you feel?’ I am really very, very grateful to her for this loving and rigorous support on my personal NVC journey. Especially because she didn‘t ‘teach’ me anything or ‘explain’ anything to me. Facing the clear mirror showed enough to me.

In the early years, I thought it would be difficult or even impossible to ‘certify’ an inner attitude. And yet this inner attitude is the heart of NVC.

For a long time, this conviction prevented me from pursuing the idea of my NVC certification. First came our two children, then the certification stop that Marshall announced in 2007, and then there was a lot of work to do in all areas of life. It wasn’t until 2014 that I had the impulse to reapply for CNVC certification.

I would particularly like to thank my assessor Michael Dillo from Switzerland (and his Swiss candidate group) for always accompanying me on my journey as an equal and also with the clear feedback I requested, right up to certification in 2018. The great support of Marianne Känel-Möckli was always helpful, an encouragement and also a role model for me, because she was so imbued with her authentic NVC, in her kindness and loving view of the world.

Today, in the year 2025, my greatest concern is to make my contribution to a world of peace, a world in which we actively learn every day not to exclude war in ourselves and in this one world of ours - but to transform it in such a way that its forces become and can be fruitful for the earth and for people living on her surface and from her gifts.


Geboren 1960 in Wartaweil am Ammersee in Oberbayern/Deutschland.

Nach der Schule freie Mitarbeit in der Ausgrabung Alt-Ägina in Griechenland. Zivildienst in einer Schule für mehrfach behinderte Kinder. Beginn eines Studiums der klassischen Archäologie und Altphilologie. Ausbildung an der Graf-Bothmer-Schule für Gymnastik. Selbstständiger Inhaber eines Fachgeschäftes für Naturkost und Baubiologie. Berater und Entwickler für ökologische und soziale Projekte. Seit 2005 selbstständiger Bestatter, meistens zusammen mit Susanne Kraft. Seit 2005 Trainer für Gewaltfreie Kommunikation.

Manchmal suche ich nach einem guten Wort für das, was ich unter dieser “Gewaltfreien Kommunikation” (GfK) verstehe: Sie ist … ja, was ist sie nur?Eine innere, ethische Haltung, eine wirksame Methode, ein Weg zur Selbsterkenntnis, eine Form des freien, ehrlichen, leidenschaftlich-aufrichtigen Gespräches, eine soziale Revolution, ein Wunder … Im glücklichsten Fall ist sie ein Teil des Lebens, in all seinen Facetten.

Im Jahr 2004 wurde sie ein Teil meines Lebens, und ich bin bis heute sehr dankbar für ihre offenbaren und ihre verborgenen Schätze, für ihre Weite in Raum und Zeit - und ihre Tiefe, bis in das Innerste des menschlichen Herzens hinein.

Für mich ist sie auch ein Weg, der sich verwandelt, mal in einen schmalen Bergpfad und dann wieder in eine breite Straße. Auf dem schmalen Bergpfad mit seinen Graten ist die ehrliche Selbstempathie eine treue und zuverlässige Begleiterin, und auf den breiteren Wegen die Empathie für Wandergefährten und für entgegen kommende Pilger eine wertvolle Brücke für ein Gespräch in Freiheit.Und plötzlich ist „die GfK“ ein Schlüssel zum Tor, welches in das Land führt jenseits von „richtigem“ und „falschem“ Verhalten und Handeln, von dem der persische Dichter Rumi vor 800 Jahren in seinen Liebesliedern gesungen hat. “Dort treffe ich Dich“.

Sehr dankbar bin ich auch den Lehrer*innen, die mit mir diesen Weg gegangen sind, als erste vom ersten Tag unserer Begegnung an und bis heute Susanne Kraft.

Sehr bald, nachdem ich mit ihr die GfK 2004 als Haltung und Methode kennengelernt hatte, durfte ich am IIT (Internationalen Intensiv-Training) in Budapest teilnehmen. Neun Tage lang! Dort hatte ich das große Glück, Marshall Rosenberg persönlich erleben zu dürfen. Erleichterung machte sich breit, Freude, zunehmende Begeisterung. Ich erlebte keinen dozierenden Papst oder Sektenführer, sondern einen selbstbewussten, verletzlichen, kauzigen, inspirierten Menschen auf Augenhöhe, der mich ganz persönlich mit seiner Botschaft und seinen einfachen Worten erreichte und überzeugte. Ich besuchte alle GfK- Stunden, die er angeboten hatte: „It ́s very, very simple, but it ́s not easy.“

Das ist mir geblieben. Von den anderen Trainer*innen erinnere ich mich besonders gerne an Towe Widstrand, an Eva Rambala und an Dunia Hategekimana. Unterschiedlicher und zugleich identischer in der inneren Haltung konnte „die GfK“ (falls es denn eine solche gibt …), konnte „Einfühlung geben“ und „Menschen unterrichten“ kaum sein.

Dann folgte eine intensive zweitägige Einzelarbeit mit Beate Ronnefeldt. Sie ließ mich erzählen und fragte drei Stunden lang nach etwa jedem zweiten Satz: „Und wenn Du das so siehst/fühlst/denkst - wie geht es Dir dann damit?“ Ich bin ihr wirklich sehr sehr dankbar für diese liebevoll-strenge Unterstützung auf meinem persönlichen GfK-Weg. Besonders, weil sie mich in keiner Weise „unterrichtet“ oder mir irgendetwas „erklärt“ hat. Der klare Spiegel zeigte genug.

In den ersten Jahren dachte ich, es sei schwer bis unmöglich, eine innere Haltung zu „zertifizieren“. Und diese innere Haltung ist doch das Herz der GfK.

Lange hat mich diese Überzeugung davon abgehalten, den Gedanken an meine GfK-Zertifizierung weiter zu verfolgen. Erst kamen unsere zwei Kinder, dann der Zertifizierungsstop, den Marshall 2007 ausgesprochen hatte, und dann war viel Arbeit auf allen Lebensfeldern zu tun.Erst 2014 hatte ich den Impuls, mich erneut um die CNVC-Zertifizierung zu bewerben.

Ich danke ganz besonders meinem Assessor Michael Dillo aus der Schweiz (und seiner Schweizer Kandidaten-Gruppe) , dass er mich auf meinem Weg stets auf Augenhöhe und auch mit den von mir erbetenen klaren Feedbacks bis zur Zertifizierung in 2018 begleitet hat. Auch die große Unterstützung von Marianne Känel-Möckli war mir stets hilfreich, eine Ermutigung und auch ein Vorbild, weil sie so durchdrungen war in ihrer Güte und liebevollen Sicht auf die Welt von einer authentischen Gewaltfreien Kommunikation.

Heute im Jahr 2025 ist es mir das größte Anliegen, meinen Beitrag zu einer Welt des Friedens zu leisten, einer Welt, in der wir täglich aktiv lernen, den Krieg in uns und in dieser unserer einen Welt nicht auszuschließen - sondern ihn so zu verwandeln, daß seine Kräfte fruchtbar für unsere Erde und die Menschen, die auf und von ihr leben, werden und sein können.